Italo-Disco

Italo-Disco ist Mitte der Achtziger in Basel populär. Die melodischen Electropop-Beats locken in der Kultdisco XENON begeisterte Publikumsscharen an. Währenddessen finden DJs und Followers im Plattenlanden SOUNDBOX zusammen. Dort trifft wöchentlich frisch gepresstes Vinyl aus Mailand ein.

Italo-Disco ist eine unverwechselbare Musikform der 80er-Jahre. Das Genre entsteht 1978 als italienische Neuauflage des Saturday Night Fevers, wird dann ab 1982 – unter dem Einfluss der britischen New Wave- und Synthiepop-Bewegung – weltweit populär und daraufhin mit der Bezeichnung «Italo-Disco» offiziell als Musikstil vermarktet. 

Der kalte, neuartige Sound aus England wird von italienischen Synthiemusikern in einen coolen, tanzbaren Sound mit eingängigen Melodien verwandelt. Während die Texte der Briten von verregneten Strassen und Angstgefühlen erzählen, dominieren bei Italo-Disco die Themen Romantik und Nachtleben.

„Hot love in the moonlight, dancin‘ in the bay, can’t remember last time, I saw the light of day“

Die Italiener versuchen bewusst Leben, Sinnlichkeit und Farbe in ihrem neuen elektronischen Sound einzuhauchen. Italo-Disco reflektiert sehr gut den Zeitgeist dieser unbeschwerten „Dolce Vita“. Die dunklen, von Terrorismus und sozialen Unruhen überschatten 1970er sind vorbei.
Italo-Disco ist das musikalische Symbol dieser italienischen Achtziger, die vor Vitalität und Lebensfreude nur so strotzen.

Text: Bruno Gullo
© XENONMUSIC

Dirty Talk from Easton West 

Dirty Talk explores how one Italo Disco hit birthed a seminal influence on early house as it emerged from disco taking global club culture by storm in the 70s and 80s.

Commissioned by Boiler Room. Director: Easton West