electropop

xenonmusic.com liefert Bilder und Texte zur elektronischen Tanzmusik der Achtziger, eine Stilrichtung mit ausgeprägtem Synthesizer- und Drum-Machine-Sound. In einer illustrierten Auswahldiskografie werden kommerziell erfolgreiche sowie unkommerziell rare Electropop-Platten präsentiert.

Der Künstlerindex auf dieser Webseite ist ein “Work in Progress”, Rezensionen von Solo-Acts und Band-Projekte aus den Jahren 1980 bis 1989 werden laufend hinzugefügt.

 

Musikstil

“Electropop”, eine Bezeichnung die man in den 80er Jahre gar nicht kannte. Heute kann diese Definition als Überbegriff für alle Varianten der elektronischen Popmusik verwendet werden und umfasst im pophistorischen Kontext, die Pionierjahre der späten 70er sowie die frühen Synthie-Pop-80er und reicht bis zur digitalen House-Ära der 90er- und 00er-Jahre. Drei Jahrzehnte mit unterschiedlichen Popkulturen, in welchen aber die elektronische Klangerzeugung, stets das gemeinsame und wesentliche Element darstellt.

Dabei verkörpern die analogen Achtziger die schöpferisch wertvollste aller Electropop-Dekaden. Der elektronische Vinyl-Sound der Neon-Eighties war Ausdruck einer neuen Welle von Pop-Musikern. Die Elektronik entfaltete deren musikalische Kreativität; aus Synthesizern, Sequenzern sowie Drumcomputers entstanden innovative Sounds und Rhythmen. Diese markierten die Geburtsstunde neuer Musikstile wie beispielsweise Hi-NRG, House, Techno und klangverwandte Subgenres.

Ganze Folgegenerationen an Electromusikern haben ihre Inspirationen aus dieser kreativen Epoche bezogen. Unter dieser Betrachtungsweise wird die Relevanz der elektronischen Achtziger in der Geschichte der modernen Popmusik unangefochten hoch bleiben.

 

Cover-Art

Der popkulturelle Zeitgeist dieses Genres besitzt nebst einer musikalischen auch eine visuelle Identität. Die Cover-Artworks zahlreicher Synthie-Platten bestechen durch künstlerische Fotografien, postmoderne Malereien und ultra-ästhetische Illustrationen im typischen Grafik-Look der Achtzigerjahre. Ein extremer Stilmix prägte das Cover-Design der Synthie-Szene. Die Artworks unterstrichen oftmals die elektronische bzw. moderne Natur der Musik und strahlen noch heute ihre grafische Schönheit aus.

 

Xenon

Kenner der Oldschool-DJ-Szene verbinden mit dem Namen “Xenon” New York, Florenz und Basel.

In den frühen Achtziger war das Xenon eine populäre Disco in New York City und galt als einziger wahrer Konkurrent des legendären Studio 54. 7’000 Km weiter entfernt, an der Via Pisana in Florenz, etablierte sich die “Discoteca Xenon” als eines der bekanntesten Clubs Italiens. Gleichzeitig vermarktete das Kultlokal seinen Namen mit Italo-Disco-Produktionen der besonderen Art. Es war hervorragende elektronische Themenmusik mit Titeln wie “Adventure” oder “Galaxy”.

Zur selben Zeit und zur selben Musik tanzte man in der “Xenon American Disco” in Basel. Die gefeierte Diskothek an der Clarastrasse war für seine sonntäglichen Disco-Nachmittage bekannt und magnetisierte Scharen von Teenagers.

Last but not least… was wären die Electropop-80er ohne Blitzlicht auf der Tanzfläche? “Xenon” ist nämlich auch die Bezeichnung des Edelgases, das sich in den Blitzlampen des Stroboskops befindet – das Lichteffektgerät das auf jeder elektronischen Party der Achtziger niemals fehlen durfte.

Konzept, Text und Diskografie
bruno.gullo@xenonmusic.com